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Google muss 50 Millionen Euro Datenschutzstrafe zahlen

Verfasst am 26.01.2019
Die französische Datenschutzbehörde CNIL stellt Verstöße gegen die seit dem 25.5.2018 geltende DSGVO fest und verhängt die bisher höchste Strafe mit Euro 50 Millionen gegen Google.
CNIL bemängelte, die von Google eingeholte Zustimmung zur Anzeige personalisierter Werbung sei nicht gültig, weil die Nutzer nicht ausreichend informiert würden. So sei die Vielfalt der beteiligten Google-Dienste wie YouTube, Google Maps oder der Internet-Suche nicht ersichtlich. Zudem seien Informationen zur Verwendung der erhobenen Daten und dem Speicher-Zeitraum für die Nutzer nicht einfach genug zugänglich, erklärte die Behörde. Sie seien über mehrere Dokumente verteilt und Nutzer müssten sich über mehrere Links und Buttons durchklicken. Zudem seien einige der Informationen unklar formuliert.

Google legt nun aber Widerspruch gegen die Datenschutzstrafe von 50 Millionen Euro in Frankreich ein. Man habe hart an einem Zustimmungsverfahren für personalisierte Werbung gearbeitet, das möglichst transparent sein sollte und auf den Empfehlungen der Regulierer basierte.

Die Sache wird wohl die obersten Richter, vermutlich auch den EuGH letztinstanzlich beschäftigen. Jetzt geht der Kampf erst richtig los.


Quelle1: Pressemitteilung über den CNIL-Entscheid vom 22.1.2019:
https://www.internetworld.de/online-marketing/google/google-50-millionen-euro-datenschutzstrafe-zahlen-1670638.html

Quelle 2: Pressemitteilung über den angekündigten Widerspruch von Google vom 24.1.2019:
https://www.internetworld.de/online-marketing/google/google-legt-widerspruch-franzoesische-datenschutzstrafe-1671311.html

Aktuell bei e-comtrust

Google hat Kunden nicht richtig über Widerrufsrecht informiert

20.08.2019 - Das Landgericht Köln hat mit Urteil vom 21. Mai 2019 entschieden, dass der Google Konzern
in seinem Play Store die Kunden nicht richtig über den Verlust ihres Widerrufsrechtes
informiert hat. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, weil Google dagegen Berufung beim
Oberlandesgericht Köln eingelegt hat. Die Klägerin ist in diesem Fall die
Verbraucherzentrale NRW.

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